Es gibt sie doch noch…!

26 09 2008

Vernünftige Menschen, die rationale Entscheidungen treffen.

Unser Unternehmen vergibt Aufträge an Auftragnehmerfirmen, die unsere Arbeit angeblich günstiger, schneller, effektiver und sowieso alles besser machen. So jedenfalls in der Theorie. Fakt ist, dass die Kollegen der AN ziemlich oft Mist bauen. Aufträge werden einfach als erledigt zurückgegeben, die Arbeit ist reinster Pfusch o.ä. Ich will uns nicht in den Himmel loben, aber billig ist nicht alles! Wenn teilweise Leute ohne Schulabschluss und Ausbildung die selbe Arbeit machen sollen, die ausgebildete Fachkräfte machen, dann sind entweder die hoffnungslos über- oder unsere Leute unterfordert. In Anbetracht unseres Arbeitsalltags gehe ich stark von ersterem aus. Hinzu kommt, dass die AN nach Leistung entlohnt werden – also danach wie viele Aufträge sie schaffen. Naja, ich denke auch ich würde mich einen Scheiß dafür interessieren ob ein Kunde zufrieden ist, wenn ich durch den Mehraufwand ein paar andere Aufträge nicht schaffe und somit weniger Geld in der Tasche habe.

Ich habe nichts gegen die Mitarbeiter dieser Firmen. Was mich ankotzt sind 1. deren Arbeitgeber und 2. noch viel schlimmer unser Unternehmen! Das muss denen doch klar sein, dass sowas nicht funktioniert, wenn sie denen einen Bruchteil dessen zahlen, was die eigenen kosten.

Auf jedenfall: Heute morgen wurde der Firma, die hier in meinem Bereich tätig ist fristlos gekündigt. Das bedeutet die nächsten Tage zwar Mehrarbeit, da jetzt alles von den eigenen Technikern erledigt werden muss, aber man wird sicher eine neue Firma finden. Das war übrigens schon die zweite innerhalb eines Jahres, denen sie gekündigt haben und die Firma davor hat ihren Job noch wesentlich besser gemacht, als die jetzige.





Viele tolle Nummern

24 09 2008

Es kommt häufiger vor, dass wir auf der Arbeit telefonische Unterstützung von Kollegen benötigen. Zu diesem Zweck gibt es wie für Kunden auch Hotline-Rufnummern. Die leiten entweder priorisiert zu den Ansprechpartnern weiter, die unsere Kunden auch anrufen können oder es sind Hotlines die ausschließlich intern genutzt werden (Second- oder Third-Level kann man sagen). Da sich kein Mensch so viele Nummern merken kann, habe ich mir die alle wie wohl jeder andere auch im Handy gespeichert. Als ich heute meine Kontakte aufgeräumt habe, musste ich feststellen, dass von ca. 130 gespeicherten Kontakten 40 Hotline-Nummern sind. Ich weiß nicht, wieso man für jeden erdenklichen Scheiß eine eigene Rufnummer braucht. So gibt es für verschiedene Anfragen mehrere Rufnummern, im Endeffekt landet man aber beim gleichen Kollegen. Wozu 2 Nummern?

Die Firma hat aber schon reagiert und manche Rufnummern in einem IVR-Portal zusammengefasst. Jeder kennt das, man muss 20x sagen was man will,  bevor man dann endlich weitergeleitet wird. Ganz großes Kino!
Alternativ gibt es aber auch eine Steuerung über Tasten. Welche Taste wofür steht, wird aber nicht angesagt, dafür gibt es ein Handout zum ausdrucken. Wie viele Zettel soll ich noch mit mir rumschleppen?





Mal wieder Organisation

22 09 2008

Aber dieses mal nicht bezogen auf die Berufsschule, sondern auf meinen Betrieb. Der Kollege, der mir fest zugeteilt ist, hat momentan Urlaub. Ich habe mich also rechtzeitig um Ersatz gekümmert. Jetzt ist der gute Mann aber krank geworden. Jemand anderen gibt es natürlich nicht so kurzfristig! Also habe ich meinen Ausbilder angerufen, der mir dann angeboten hat Überstunden abzubauen (andernfalls hätte ich noch 40km fahren müssen um den ganzen Tag lang in der Ausbildungsstelle rumzuhängen). Nun gut, ein freier Tag, auch nicht schlecht.

Jetzt habe ich aber den ganzen Tag versucht die Vertretung meines Teamleiters (der ist nämlich auch nicht da) zu erreichen. Vergebens! Es ist sehr klasse, dass ich morgen aufstehen darf um wieder loszutelefonieren. Weder wissend, ob ich Früh- oder Spätschicht habe oder ob ich tatsächlich die 40km zur Ausbildungsstelle gondeln muss. Große Klasse! Warum muss ich da eigentlich auf meine Telefonkosten und während meiner Freizeit (Überstundenabbau) hinterherlaufen. Offensichtlich ist ein weltweit operierender Konzern nicht in der Lage den Einsatz seiner Azubis zu koordinieren, wenn mal ein Kollege ausfällt.

Es ist nicht das erste Mal, deshalb rege ich mich hier gerade etwas auf.





Ihr habt den Schuss nicht gehört

13 09 2008

Wie zur Hölle kann man für ein „Dorfgemeinschaftsfest“ 9€ Eintritt (Getränke exklusive) nehmen? Als Begründung, die geringe Anzahl Gäste anzuführen halte ich für ebenso bekloppt. Fragt euch mal, warum da so wenig Leute aufkreuzen.

Sorry, aber dann lieber in die Kneipe oder so, geht mal nicht!





Tolles Klassenbuch

11 09 2008

Es ist echt geil! Unsere Berufsschule führt ein elektronisches Klassenbuch. Die Software wurde irgendwann mal von Schülern der Schule (vermutlich Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung) geschrieben. Von der Grundidee ist das nicht schlecht. Der jeweilige Fachlehrer hat eine Übersicht über die Schüler seiner Klasse/seines Kurses, trägt die Anwesenheit ein und was im Unterricht gemacht wurde. Die Schüler können über das Klassenbuch Ihre Kurse wählen. Der Klassenlehrer hat Zugriff auf Fehlzeiten u.ä.

Naja, aber wie zu erwarten, läuft die Software instabil und einige Lehrer sind nicht in der Lage sie zu bedienen. So verschwindet bei bestimmten Vorgängen (die die Admins natürlich noch nicht ergründet haben) die komplette Anwesenheitsliste des Tages. Das ist meist der Fall bei Lehrkräften die keine Fachtheorie unterrichten, auf gut Deutsch also keine IT-ler sind.
Ebenfalls passiert es, dass Schüler 5x in der Klassenliste auftauchen und sich seltsamerweise mehreren Klassen zugeordnet sind.

Ich weiß nicht, aber die Organisation ist echt beschissen!





Du arbeitest eindeutig zu lange

9 09 2008

Manchmal im Leben kommt es vor, dass man ganz dringend aufs Klo muss. Also so richtig! So geschehen bei mir, als ich gerade mit dem Auto auf dem Heimweg war. Da es sehr dringend war, musste eine Haltemöglichkeit gefunden werden. Angeboten hat sich hier meine Firma. Das Technikgebäude mit den angegliederten Büros sollte gegen 22 Uhr eigentlich mit Ausnahme der laufenden Systeme vollkommen ruhig und verlassen sein. Denkt man, so haben die letzten Mitarbeiter der Spätschicht doch um 20 Uhr Ihren wohlverdienten Feierabend.

Zunächst dachte ich, dass der letzte Kollege einfach nur vergessen hat, dass Licht auszumachen. Nun, wenn dann aber mitten in der Nacht ein Fenster zu geht, dann wirft das Fragen auf!
Sicher, es wäre denkbar, dass irgendeine wichtige Störung aufgetreten ist und ein Kollege aus dem Bett geholt wurde. Doch dann hätte er das Fenster vermutlich eher geöffnet, als geschlossen. Da wird ein Kollege so lange Überstunden geschoben haben.

Wir haben tatsächlich einen Kollegen, der immer sehr lange arbeitet. Es kommt vor, dass wir vom Spätdienst reinkommen und er sitzt trotz Frühschicht immer noch da.
Sicher, in der Branche ist es nichts ungewöhnliches, dass lange gearbeitet wird. Doch der Außendienst hier arbeitet hauptsächlich für Privat- und kleinere Geschäftskunden (sicher, auch für größere, aber dann in der Regel nur vorbereitende Arbeiten, wie das schalten der Anschlüsse). Die Service-Bereitschaft geht bis 20 Uhr und ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass die Leute uns spät abends noch bei sich zuhause rumlungern haben wollen. Nicht umsonst werden die meisten Aufträge bis ca. 18:30h erledigt.





Organisieren ist nicht euer Talent

8 09 2008

Diese Berufsschule macht einen noch wahnsinnig. Nicht genug, dass man in eine überfüllte Klasse, in der nicht mal alle einen Sitzplatz haben auch noch zwei weitere Schüler steckt. Nein, wir haben auch wieder Unterricht bei einer Lehrkraft, bei der es unmöglich ist, sich Wissen anzueignen. Wenn jemand pro Minute mindestens 20 Füllwörter (kein Scherz!) benutzt und keinen Satz wirklich sinnvoll beenden kann, dann ist das keine Basis für Unterricht. Hinzu kommt noch, dass besagter Unterricht selbstverständlich am Nachmittag stattfindet. Ein sinnvoller Dialog mit diesem Lehrer ist kaum möglich. Jede Diskussion über ein Unterrichtsthema wird von ihm abgewürgt.

Unser Klassenlehrer ist seit über einem Jahr darüber informiert und sagte uns zu, dass wir keinen weiteren Unterricht bei besagter Lehrkraft mehr haben würden. Im zweiten Lehrjahr ging das auch gut, wohl weil kein Unterricht bei ihm geplant war.
Jetzt haben wir ihn wieder. Danke auch!

Es ist übrigens äußerst geil, wenn ein Stundenplansystem, dass von Anfang an im Produktivbetrieb versagt hat seit Jahren weiter genutzt wird. Die Pläne (nicht die Vertretungs- sondern die normalen Stundenpläne) ändern sich dabei übrigens gelegentlich, bestenfalls von heute auf morgen (wie heute!). Der Hinweis, man sollte morgens um kurz nach 7 den Plan aufrufen ist dabei äußerst hilfreich, wenn der Unterricht um 8 Uhr beginnt und mehr als die Hälfte der Schüler einen Anfahrtsweg von über einer Stunde hat.





Warum ich (noch) kein VoIP will

7 09 2008

Der Hype ist groß. Alles redet von NGN-Anschlüssen, wie toll das alles ist und natürlich braucht das jeder, da es sowieso viel besser als das gute alte PSTN/ISDN ist. Naja, es ist vor allem eins: günstiger für die Provider. ich bin ein absoluter Fan von ISDN. Die Sprachqualität ist unerreicht und die Verbindung kann kaum stabiler sein. Voice over IP mag seine Vorteile haben. Aber es kann nicht alle Leistungsmerkmale von ISDN bieten. Das ist nun mal so! Ok, ich gebe es zu: Hauptsächlich telefoniere ich mit dem Handy. Das liegt aber nur daran, dass ich oft unterwegs bin und zuhause eh nur wenig telefoniere.

Die meisten Vorteile von ISDN oder auch dem guten alten POTS fallen einem gar nicht so sehr auf. Als vor 1,5 (?) Jahren Kyrill um sich wütete hatten wir hier einen mehrstündigen Stromausfall. Wenn sowas passiert, merkt man, wie abhängig man von Telekommunikation und anderen Sachen ist, die Strom brauchen. Während bei manchen nichtmal die Mobiltelefone funktionierten (ja, da hat der Netzbetreiber wohl an der USV gespart) lief dank meines notstromfähigen ISDN-Telefons hier noch alles bestens. Meine Nachbarn konnte ich leider nicht erreichen, dank NGN!

Es ist übrigens so, dass manche TK-Firmen ihren Kunden nicht mal mitteilen, dass sie keinen ISDN- sondern einen NGN-Anschluss haben. Die bekommen eine tolle Box mit dem Logo Ihres Providers drauf, wo sie dann ihr analoges Telefon einstecken können. Wenn das alles so toll ist, wieso sagt man dem Kunden dann nicht, dass er nur einen DSL-Anschluss bekommt, über den dann auch das Telefon läuft?

Für den Techniker ergibt sich hier übrigens ein großes Problem: Wir können bei einer Störung nicht überprüfen, ob wir auch den richtigen Anschluss prüfen. Bei normalen POTS/ISDN-Anschlüssen können wir die Rufnummer überprüfen. Bei Anschlüssen, wo nur ein DSL-Signal auf der TAL liegt können wir nur gucken, obs synchron ist.
Sicher, zumindest bei unseren eigenen Kunden könnten wir einen Linereset machen und dann gucken ob die Sync abfällt, aber das ist umständlich und dauert ewig. Daher wird meist darauf vertraut, dass der Leitungsweg korrekt ist.





Ich liebe es…

7 09 2008

Ebay ist toll. Vor ein paar Wochen habe ich eine uralte UMTS-Karte für 8€ erstanden um dann festzustellen, dass sie unter Windows XP mit SP3 nicht läuft. Also musste ich doch eine größere Investition tätigen und habe mir direkt das Vorzeigemodell gekauft. Eine zukunftsweisende ExpressCard von Huawei (alleridngs mit T-Mobile Branding).

Die alte Karte habe ich letzte Woche wieder bei Ebay angeboten, sie steht jetzt bei um die 30€ (Auktionsende ist heute Nachmittag). Find ich gut!





Bürokratie

5 09 2008

Ich weiß nicht was das soll, aber anscheinend beschäftigt mein Unternehmen Leute, die für nichts anderes bezahlt werden als uns das Leben schwer zu machen und uns an unserer Arbeit zu hindern. In der Niederlassung in der ich zZt. arbeite treten angeblich momentan verhältnismäßig viele Wiederholungsstörungen auf. Das bedeutet, dass ein Techniker sich um die Beseitigung einer Störung gekümmert bzw. einen Neuanschluss eingerichtet hat und ihm dabei ein Fehler unterlaufen ist, was ja durchaus menschlich sein soll. Das kostet Zeit und Geld. Aus dem Grunde müssen wir jetzt für jeden Anschluss umfassende Prüfungen vornehmen und alle wichtigen Messergebnisse protokollieren. Normalerweise sieht die Prüfung so aus, dass man einfach nur testet, ob der Anschluss läuft, dann ist die Sache erledigt. Jetzt müssen wir für jede Neueinrichtung und Störung den Anschluss messen und die Messwerte in einem neu eingeführten IV-System dokumentieren. Das kostet noch mehr Zeit und damit natürlich auch Geld. Dazu kommt noch, dass dieses neue, supertolle System noch eine Beta-Version zu sein scheint. Es läuft nämlich total beschissen. Wenn man Messwerte einträgt, welche die Software für unplausibel hält (Praxis != Theorie), dann gibt es eine Fehlermeldung aus und leert alle EIngabefelder. Man muss also nicht nur den falschen Eintrag korrigieren, sondern das ganze „Formular“ neu ausfüllen. Klasse! Eine Handlungsanweisung, was getan werden soll, wenn das System die Messergebnisse für unplausibel hält gibt es natürlich nicht. Das System geht nämlich davon aus, dass ein Anschluss, der in der Theorie nicht funktionieren würde auch in der Praxis nicht läuft. Also verzichtet man entweder auf die Dokumentation bei diesem Auftrag oder man schummelt bei den Werten. Beides führt das ganze ad absurdum.
Wer entwickelt so einen Mist eigentlich?

Die zweite Neuerung: Ich habe ja schon mal erwähnt, dass mein Unternehmen nicht nur die eigenen Kunden betreut, sondern auch die Endkunden von Konkurrenten. Diese Konkurrenten unterstellen uns offenbar, dass wir unsere Arbeit nicht richtig machen würden und Kundenbesuche einfach nicht durchführen. Aus dem Grund müssen wir ab sofort bei derartigen Aufträgen einen tollen Zettel ausfüllen. Hier muss der gesamte Arbeitsablauf, angefangen beim Namen des Kunden, bis hin zur Uhrzeit. Der Kunde muss natürlich unterschreiben. Dabei kann man nur hoffen, dass sich der Kunde den Wisch nicht durchliest, wimmelt es darin doch nur so von Fachbegriffen und Abkürzungen, die ein Otto-Normalverbraucher nicht verstehen wird.

Der Wisch muss dann irgendwohin (wo das landet, weiß kein Mensch :D ) gefaxt und in einer noch zu schaffenden Kiste abgelegt werden wo er dann vergammelt. Das Konzept scheint aber nicht durchdacht worden zu sein. Angenommen ein Servicetechniker fährt wirklich nicht hin. Dann muss er den Auftrag irgendwie abschließen. In diesem Fall muss er an die Disposition zurück, mit dem Hinweis „Kunde nicht angetroffen“. Genau das muss man auf dem Zettel auch ankreuzen. Also doppelt gemoppelt ;) .

Das ganze kostet alles nur Zeit und damit Geld. Dabei ist es völlig unnötig. Wie sollen wir da mehr schaffen? Ich glaube, manche Leute, die sich in diesem Laden Führungskräfte nennen dürfen, sollten mal einen Tag lang Dienst nach Vorschrift bei uns machen. Da schafft man nichts!