Schwerbehinderte Kletterer und Berufseinsteiger mit jahrelanger Erfahrung

15 11 2008

Im Rahmen des Übernahmeverfahrens gibt es einige interessante Stellenangebote wo man wirklich gut sehen kann, dass nicht nur Bewerber ordentlich ins Fettnäpfchen treten wo es nur geht, sondern das man als Bewerber auch bei manchen Personalern denkt, was für einen Vollhans die da jetzt hingesetzt haben. So gibt es Stellenangebote im Mobilfunkbereich für die Höhentauglichkeit vorausgesetzt wird. Im nächsten Satz ist von bevorzugter Behandlung schwerbehinderter Bewerber bei gleicher Eignung die Rede. Ich weiß nicht, ob es sinnvoller ist einen Rollstuhlfahrer da hoch zu schicken oder einen Epileptiker, aber den Satz hätten Sie sich sparen können, wenn ich sehe was bei dieser G41-Untersuchung alles gemacht wird.
Da ich hier durchaus Interesse hatte, habe ich mal bei der angegebenen Rufnummer (augenscheinlich eine Hotline extra für Nachwuchskräfte mit eigener Warteschleife) angerufen. Es hörte sich nämlich so an, als ob man diese Untersuchung vor der Bewerbung gefälligst selbst machen und bezahlen sollte. Das ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung. Sowas zahlt normalerweise der Arbeitgeber.

Der Junge Mitarbeiter der Humankapital-Verwaltung aber meinte zu mir, dass ich mich da vorher selbst drum kümmern muss. Er hörte sich zwar nicht wirklich überzeugend, sondern eher abwimmelnd an, aber ich nahm es erstmal so hin. Montag rufe ich nochmal an, weil ganz glauben kann ich das nicht.

Eine andere Sache war ein Stellenangebot, dass sich ebenfalls ausschließlich an Nachwuchskräfte richtet. Darunter versteht das Unternehmen Leute die frisch aus der Ausbildung kommen! Wie kann man da mehrjährige Berufserfahrung verlangen? Wer mehrjährige Erfahrung hat, kann sich gar nicht über das eingesetzte Online-Verfahren bewerben.

Aber der Wunschbewerber fast jeden Unternehmens sieht ja mittlerweile so aus: max. 20 Jahre alt, mindestens 3 Studiengänge, die mit dem Tätigkeitsfeld nichts zu tun haben, 30 Jahre Berufserfahrung in x verschiedenen Gebieten, 120 Std.-Woche (Rest Rufbereitschaft), 400€ Brutto/Monat.





Mir reichts mit diesem Scheißladen

3 11 2008

Sorry, aber manchmal glaube ich, dass meine Firma einfach nur ein großer Haufen Scheiße ist, den irgendwelche sesselfurzenden Schlipsträger während ihrer Mittagspause abgesetzt haben, der von Mitarbeitern und Azubis entsorgt werden soll.

Diesmal geht es mir aber gewaltig auf den Sack, da es für mich diesmal wirklich wichtig ist. Man hat ja gelernt, dass einiges arg anders läuft in diesem Unternehmen, aber wenn dann eine Infoveranstaltung ansteht, wo sich die einzelnen Konzernbereiche vorstellen und von 4 für die technischen Azubis relevanten Betriebe natürlich 2 kurzfristig absagen und von denen die kommen eine hauseigene Leiharbeitsfirma ist, deren Hungerlöhne nicht mal annähernd leistungsgerecht ist, dann kommt mir nicht nur das Kotzen, sondern ich würde am liebsten sofort dem Saftladen den Rücken kehren.

Das Übernahmeverfahren liegt natürlich wieder genau in einem Berufsschulblock und die Stellenangebote sind nur über das Intranet zugänglich. Langsam frage ich mich auch, ob ich nicht lieber sofort auf den Laden verzichten sollte. Besser wird das sicher nie!





Stille

2 11 2008

Sollte jemand regelmäßig diesen Blog lesen, wird er sich vielleicht fragen, ob ich bereits aufgegeben habe. Da kann ich nur sagen, dass dem nicht so ist. Ich bin nur momentan voll im Prüfungsstress, da meine Aschlussprüfung demnächst ansteht, worauf ich mich z.Zt. vornehmlich stütze. Daher fehlt mir natürlich die Zeit hier regelmäßig Artikel zu schreiben.

Ich habe aber in der Zwischenzeit bereits einige Geschichten gesammelt, die ich hier ab Ende November veröffentlichen werde. Bis dahin fehlt mir leider die Zeit. Aber habt ein bischen Geduld! Wer sich für den Kram interessiert, für den wird es sich lohnen, denke ich!





Zu Blöd zum Scheißen…

18 10 2008

Da bekommt man den Auftrag einem Kunden den von ihm lang ersehnten DSL-Anschluss zu schalten und natürlich klappt es wieder nicht so, wie es sollte. Ich liebe solche Aufträge. Es läuft alles in der Vermittlungsstelle. Perfekt eigentlich! Also noch schnell den Kunden anrufen und ihn informieren. „Hier leuchtet aber noch nichts“ lautete der Satz, der meine lang ersehnte Mittagspause doch noch verschieben sollte. Nun gut, ich brauchte noch die Adresse der Kundin, die stand auf dem Schaltauftrag nicht. Daher musste mir die Disposition eine Störung dafür schreiben. Nachdem das erledigt war fuhr ich zur Kundin und prüfte was das Zeug hält. Es lief nichts. Da ich die Kundin telefonisch erreicht hatte und eine Prüfung des Telefonanschlusses in der Vermittlungsstelle erfolgreich war ging ich die ganze Zeit berechtigterweise davon aus, dass der Telefonanschluss läuft. Als ich diesen dann aber geprüft habe stellte ich mit Verwunderung fest, dass das eben nicht der Fall ist.

Ursache: Der Provider der Kundin hatte den Auftrag für den Anschluss der Schwiegereltern aufgenommen (selber Name, selbes Haus). Die hatten jetzt also einen DSL-Anschluss. Gut, die Kundin kann da an sich nichts dafür. Aber ich hätte als die Auftragsbestätigung an die Schwiegereltern ging, spätestens aber als ich dort und nicht bei ihr oben angerufen habe mal gefragt, ob da nicht was schiefgelaufen ist.

Naja, man kann’s nicht ändern. Ich hab mir nen Wolf gesucht, das halbe Leitungsnetz auseinander gerupft, aber denoch ist das Sache ihres Providers, wie die das klären.

Die Mittagspause konnte ich dann natürlich nur äußerst verkürzt wahrnehmen😉





Berufsschulen, Datenschutz und die richtige Formatwahl

12 10 2008

Manchmal frage ich mich, ob Lehrer bzw. Dozenten überhaupt keinen Plan haben. Nicht nur, dass ich Scans von Arbeitsblättern im äußerst platzsparenden BMP-Format erhalten habe. Nein, selbstverständlich wurde die E-Mail an knapp 35 Schüler versendet. Mit allen Empfängern im „To“-Tag. Anstatt sich die E-Mail selbst zu schicken und die Empfänger im BCC unterzubringen hat jetzt jeder von diesen Schülern meine private Mailadresse. Ganz großes Kino. Die Mitschüler in meiner Klasse haben die sowieso, aber das muss einfach nicht jeder wissen.

Und dank des Riesenanhangs mit 5 MB für ein paar Arbeitsblätter macht das ganze noch mehr Spaß. BMP lässt grüßen!





Kundenberater bei der Bahn

10 10 2008

Ok, „Berater“ ist wohl etwas sehr hoch gegriffen, aber die Bahn hätte es gerne so. Nämlich das alle diese tollen Automaten benutzen. Im Gegensatz zu vielen anderen halte ich die Bedienung sogar für denkbar einfach, wenn man davon absieht, dass man 5x auf die Scheiß Tasten hämmern muss, bis die gewünschte dreistellige Zahl des Zielbahnhofs auf dem Bildschirm erscheint.

Aber warum zum Teufel kann ich ein Nahverkehrsticket zum Preis von 8,50€ nicht mit einem 20€-Schein bezahlen? Maximal nen Zehner will er mir abnehmen. Besagten habe ich natürlich nicht, nur einen 5er, aber dann fehlen die 3,50€ in Kleingeld. Bis vor kurzem ging das übrigens noch problemlos. Man bekam zwar einen Haufen Wechselgeld in 2€-Stücken wieder, aber Geld ist Geld.

Ich habe dann noch ungefähr 3 andere Automaten ausprobiert und bin schließlich frustriert in Richtung Schalter gelaufen. Da klappte alles problemlos. Ich hatte ja damit gerechnet, dass man mir den Tipp gibt, nächstes Mal auf die Automaten zurückzugreifen, um nicht so lange warten zu müssen. Ich glaube, dass wäre der Moment gewesen, an dem ich den Verkäufer am liebsten von seinem Stuhl gezogen hätte. Aber der kann da ja eigentlich auch nichts für. Das liegt eher an dem Kurs, den ein gewisser Herr Mehdorn fährt. Danke schön, aber dann fahr ich lieber Auto*!

*obwohl den Öl-Multis die Kohle in den Rachen zu schieben ist auch Mist.




Ich hasse euch!

9 10 2008

Autobahn fahren macht Spaß. Insbesondere wenn Richtgeschwindigkeit und Überholverbot für LKW gilt. Mag sein, dass ihr für das essen auf meinem Tisch sorgt, aber eure Fahrweise ist manchmal echt zum kotzen. Das muss ich immer wieder bei zumeist ausländischen Fahrern feststellen. Nein, das hat im Prinzip nichts damit zu tun, dass Ausländer schlechter fahren, es ist nur die reine statistische Betrachtung meiner negativen Erfahrungen.

Wenn LKW-Fahrer einfach so zum Überholen rausziehen (der Blinker wird im selben Moment eingeschaltet, in dem der Spurwechsel stattfindet) ohne zu gucken, ob da vielleicht ein PKW-Fahrer ist. Bisher hat das mit dem Ausweichen immer geklappt, aber wenn’s mal in die Hose geht ist man der Dumme.
Weniger gefährlich, aber dennoch nervtötend und zeitraubend sind die tollen Elefantenrennen, wenn ein LKW einen anderen überholt, obwohl er selbst gerade mal ein paar km/h schneller fährt. Meist natürlich, während Überholverbot für LKW herrscht.

Klasse!

Aber manche Autofahrer sind auch nicht besser, eher schlimmer. Wenn der dicke Benz hinter einem auf der linken Spur so dicht auffährt, dass man die Bissspuren im Lenkrad sehen könnte, wenn man nicht von der Lichthupe geblendet würde, überlegt man sich es mehrmals, ob man nachgibt und bei passender Gelegenheit rechts rüber zieht, damit er feststellen kann, dass die Fahrzeuge vor mir genauso schnell (langsam) fahren wie ich, ob man leicht bremst und ihn damit garantiert hinten drauf brettern lässt oder ob man einfach gar nicht reagiert bzw. durch leichte Geschwindigkeitsreduktion nach und nach noch mehr provoziert.








Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.